Standby-Projekt in den 3. Klassen

Welche Lampe ist die beste für die Umwelt? Diese Frage und viele andere stellten sich Drittklässler der Wiestalschule in Emmingen am Donnerstagvormittag. Als Energie-Detektive untersuchten sie verschiedene Energiequellen, maßen Temperaturen, Stromstärken und setzten ein Windrad in Betrieb.

Zu Gast war Fabia Holland-Cunz von der Energie und Umweltagentur Calw. Die 25-jährige Lehramtsstudentin erklärte den Schülern an vier Stationen alles rund ums Thema erneuerbare Energie – von Biogasanlage bis zu Solarstrom.

Mit Kopf, Herz und Hand

An vier verschiedenen Stationen erlebten die Kinder Energie und deren Herstellung hautnah. Mit einer Infrarotlampe wurde Wasser wie in einer Solaranlage erhitzt, ein Ventilator simulierte Wind und brachte so ein kleines Windrad zum drehen, das Strom erzeugte. Die Kinder hatten sichtlich Spaß, die Betreuerin ebenfalls.

Jochen Morlock, Schulleiter der Wiestalschule, erläutert den Hintergedanken des Aktionsvormittags: "Wir machen das schon länger. Sowohl hier in Emmingen als auch in der Außenstelle im Kernen. Wir als Schule haben gar nicht die Ausstattung für solche Versuche und holen deshalb Experten von außen. Das ist ein Farbtupfer im Unterrichtsalltag", stellt Morlock mit Blick auf die schneebedeckten Bäume vor der Schule fest.

Der Energie auf der Spur

Die Schüler sind interessiert, diskutieren und experimentieren gemeinsam. Holland-Cunz, die derartige Projekte bereits seit 2015 betreut, ist begeistert, wie viel die jungen Zuhörer wissen: "Das überrascht mich immer wieder. Klar muss man die Zusammenhänge erklären, aber das Interesse ist auf jeden Fall da."

Und so machen sich die Drittklässler eifrig daran, die Eingangsfrage detektivisch zu lösen. Da wird die Wattzahl gemessen, die Lichtstärke und die im Leuchtbetrieb abgegebene Wärme. Alles wird notiert und anschließend verglichen. Am Schluss ist die "Gewinnerlampe" wenig überraschend eine LED-Lampe. Aber dann ist Pause und die Kinder widmen sich lieber dem Schnee auf dem Schulhof.

Energiedetektive im Einsatz

Morlock zieht trotzdem ein positives Fazit und meint: "Das Thema Energie ist zukunftsweisend, aber für die Kinder abstrakt. Den Strom sieht man ja nicht. Deshalb wollen wir das mit so einer Aktion erlebbar machen." Das ist am Donnerstag gelungen.
Quelle: Schwarzwälder Bote 30.11.17, Sebastian Buck
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