Drittklässler sind der Energie auf der Spur

Was ist Energie eigentlich? Wo kommt sie her? Und wofür brauchen wir Energie? Mit diesen Fragen haben sich die 57 Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen an der Emminger Wiestalschule und der Außenstelle Kernen beschäftigt. Veranstaltet wurde das Projekt von der Gemeinschaft der Energieberater im Landkreis Calw.
Bei dem Energieprojekt eigneten sich die Schüler zunächst auf interaktive Weise Grundwissen über das Thema Energie an. Fabia Holland-Cunz war von der Gemeinschaft der Energieberater im Landkreis Calw zur Wiestalschule gekommen, um die Schülerschaft über das Thema Energie zu informieren.
So lernten die Schüler lernten etwa, dass beim Verbrennen der "alten" Energieträger wie Erdöl, Erdgas oder Kohle große Mengen an CO2 freigesetzt werden, die wiederum die Umwelt stark belasten. Oder, dass bei der Energieerzeugung von Kernkraft radioaktiver Müll entsteht, dessen Entsorgung sehr gefährlich sein kann.
Nach dem Theorieteil ging es ans Eingemachte.


Der Energie auf der Spur
Foto: Schwarzwälder Bote,   Foto: Fritsch

Dann erfuhren die Schüler, dass die neuen Energieträger wie beispielsweise Wind-, Wasser- oder Solarenergie umweltfreundlicher seien als die "alten" Energieträger – und sie wollten auch selbst einmal experimentieren, um sich von der versprochenen Umweltfreundlichkeit der erneuerbaren Energien überzeugen zu lassen. So ging es nach der theoretischen Einführung in das Thema und einer wohlverdienten Pause in drei Kleingruppen auch schon mit der Praxisphase weiter.
Die erste Gruppe verglich eine LED-Lampe mit einer Energiesparlampe und einer Glühbirne mit Hinblick auf Stromverbrauch, Helligkeit und Temperatur. Als am umweltfreundlichsten stellte sich dabei die LED-Lampe heraus, deren Verbrauch sich auf lediglich fünf Watt beläuft. Mit 230 Lux sorgt die LED-Lampe im Vergleich auch für die beste Helligkeit und wird mit 23 Grad Celsius nicht so heiß wie etwa eine Energiesparlampe oder eine Glühbirne.
Mit Hilfe einer Anleitung baute die zweite Arbeitsgruppe eine Solarvorrichtung zusammen. Die Gruppe konnte unter Beweis stellen, dass sie die Solarzelle und das Solarmodul mit Lichtenergie zu versorgen.
Indes experimentierte die dritte Lerngruppe mit kleinen Windrad-Modellen. Dabei fand die Gruppe etwa heraus, dass ein dreiblättriges Windrand mehr Strom liefert als ein vierblättriges Windrad.
"Die Schüler sollen erkennen, dass erneuerbare Energien funktionieren und kein Mythos sind, sondern Realität", sagte Referentin Fabia Holland-Cunz, die die Schüler über drei Schulstunden in Sachen Energie und Klimaschutz geschult hatte. Sie freute sich über den Lernerfolg der Kinder: "Es ist schön zu sehen, dass Kinder an solchen Experimenten intensiv und erfolgreich lernen."
Schulleiter Jochen Morlock bedankte sich bei Holland-Cunz für die Einsichten und zeigte sich mit dem Lernerfolg der Schüler ebenfalls zufrieden: "Es geht bei diesem Projekt vor allem darum, die Kinder für das Thema Energie zu sensibilieren. Die Erzeugung von Energie ist mit Aufwand und Umweltbelastung verbunden. Bei dem Projekt lernen unsere Schülerinnen und Schüler etwas über Sparmöglichkeiten und Umweltschutz."
Quelle: nach Schwarzwälder Bote (18.11.19, Selim Gezener)
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